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RDL-App

30. September 2026 - Time is brain – als Lebensretter im Einsatz 

Jede Minute zählt. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute, wenn keine schnelle Hilfe eintrifft. Genau hier setzt die Initiative „Region der Lebensretter“ an. Sie alarmiert medizinisches Fachpersonal in der unmittelbaren Umgebung, um wertvolle Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Die Helferinnen und Helfer werden direkt zum Einsatzort oder zu einem verfügbaren Defibrillator (AED) navigiert. Im Interview erzählt Johannes von seinen Erfahrungen als Ersthelfer.

 

Johannes nutzt die App seit Juni dieses Jahres. Aufmerksam geworden ist er durch einen Zeitungartikel sowie ein Gespräch mit dem Pflegedirektor unseres Hauses Clemens Regenbrecht. Für ihn stand sofort fest, dass er sich engagieren möchte, da er in einem Viertel mit vielen älteren Menschen wohnt und es gerade in solchen Vierteln häufiger passiert, dass jemand Hilfe benötigt.


Um die Qualität der Hilfe sicherzustellen, ist der Zugang streng reguliert. Um sich erfolgreich als Ersthelfer oder Ersthelferin in der App zu registrieren, muss man zu Beginn die eigene Berufsurkunde hochladen. Die Registrierung ist ausschließlich medizinischem Fachpersonal vorbehalten. Nach einer erfolgreichen Qualifikationsprüfung, Freischaltung und bei aktivierter Standortfreigabe ist die App einsatzbereit.

 

Gibt es einen Notfall in der Nachbarschaft oder unmittelbaren Umgebung, erhalten alle Ersthelferinnen und Ersthelfer in der Nähe eine Push-Benachrichtigung. Johannes beschreibt seine Erfahrungen: „Ich kann die Anfrage annehmen oder ablehnen, wenn ich gerade verhindert bin. Nach der Annahme wähle ich mein Transportmittel und erhalte die Adresse des Einsatzortes. Außerdem fragt die App ab, ob man Hilfsmittel dabeihat und zeigt den Standort des nächsten öffentlichen Defibrillators an.“


Welche Vorteile diese App mit sich bringt, hat Johannes bereits bei einem realen Einsatz erlebt. Der Notruf ging um 16:03 Uhr in der Leitstelle ein, zwei Minuten später, um 16:05 Uhr, war Johannes vor Ort um mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Der Rettungsdienst traf schließlich um 16:10 Uhr ein. „Viermal wurde ich bisher alarmiert, einen Einsatz konnte ich annehmen“, berichtet Johannes. „Wenn man selbst vor Ort ist und weiß, dass der Rettungsdienst noch unterwegs ist, merkt man erst, wie wichtig jede einzelne Minute ist. Genau dafür gibt es die App: um die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken.“

 

Wer sich zur App informieren möchte oder sich ebenfalls als Lebensretter engagieren möchte, findet alle weiteren Infos hier.