Klinikseelsorge
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Vorstellung: Geschichte

Hl. Elisabeth

Die heilige Elisabeth von Thüringen wurde als Tochter des ungarischen Königshauses geboren. Im Alter von 14 Jahren heiratete sie Ludwig IV., den Landgrafen von Thüringen. Sie lebte asketisch und widmete sich ganz der Wohltätigkeit. Sie trat für die Armen und Entrechteten ein, speiste die Hungernden und pflegte die Kranken. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie von ihrem Schwager mit der Begründung vertrieben, sie verschwende öffentliche Gelder für Almosen. Elisabeth fand beim Bischof von Bamberg mit ihren drei Kindern Aufnahme. Als Thüringen schließlich an sie fiel, nahm sie das Erbe der Landgrafschaft für ihren Sohn an, verzichtete jedoch selbst auf jede Machtposition. Schließlich ging sie nach Marburg, wo sie unter den Regeln des dritten Ordens der Franziskaner lebte. In dem von ihr gegründeten Hospital pflegte sie aufopferungsvoll Kranke und Sterbende. 1235, vier Jahre nach ihrem Tode, wurde Elisabeth von Papst Gregor IX. heilig gesprochen. Die letzte Ruhestätte der hl. Elisabeth in Marburg wird noch heute verehrt. Ihr Namensfest ist am 19. November.

Geschichte des Hauses

Das St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig wurde im November 1931 eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. Anlass für die Namensgebung war der 700. Todestag der Heiligen Elisabeth. Die Initiative für das neue katholische Krankenhaus im Süden Leipzigs ging von Prälat Jakob Stranz, dem Pfarrer der St. Trinitatis-Gemeinde zu Leipzig aus. Diese Gemeinde ist heute noch Rechtsträger des Krankenhauses. Das Gebäude wurde in einem „Stil moderner Sachlichkeit unter Vermeidung überflüssiger Verzierungen“ – so ein Pressebericht – errichtet. Der Altbau umrahmt U-förmig die kurz zuvor geweihte römisch-katholische Kirche St. Bonifatius. Anfangs bot das Krankenhaus Platz für 200 Betten und war in drei Hauptabteilungen gegliedert: Die Chirurgie (Chefarzt und Ärztlicher Leiter Prof. Alfons Kortzeborn), die Innere Medizin (Medizinalrat Dr. Bernhard Singer) und die gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung (Dr. Clemens Wigger). Die Pflege übernahmen 30 Graue Schwestern, deren Gemeinschaft sich 1842 zur unentgeltlichen Pflege hilfloser Kranker gebildet hatte. Erste Oberin war Mater Edelberta Hoffmann.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude, das nun als Lazarett diente, mehrmals beschädigt, so dass es 1946 ein neues Dach erhielt. Mit der Zeit kamen mehrere Außenstellen hinzu (30 Betten in der Kommandant-Prendel-Allee, 60 Betten in der Witzgall-Straße). Anfang der 80er Jahre war die Bettenzahl auf 415 angewachsen. Außerdem erhielten Verwaltung und Schwestern neue Gebäude an der Prinz-Eugen-Straße.

Auch das medizinische Spektrum erweiterte sich allmählich. 1961 wurde eine eigene Krankenhaus-Apotheke genehmigt. 1963 entstand eine Röntgenabteilung (ab 1976 eigenständige Abteilung), seit 1961 wurden Narkosen von Fachärzten verabreicht (ab 1966 eigenständige Anästhesie-Abteilung mit Wachstation). 1967 entstand eine urologische Fachambulanz (ab 1992 selbständige Abteilung), 1968 eine Intensivstation, 1974 ein eigenes Laborgebäude. Als eines der ersten Krankenhäuser der DDR erhielt das St. Elisabeth-Krankenhaus 1973 ein Ultraschall-Gerät. In der Folge konnte Chefarzt Dr. Klaus Meinel 1987 eines der medizinischen Handbücher der DDR zur pränatalen Ultraschalldiagnostik kindlicher Fehlbildungen herausgeben. Ein EKG war im St. Elisabeth-Krankenhaus schon seit 1963 vorhanden, ab 1978 wurden auch Gastroskopien durchgeführt, 1984 entstand eine eigenständige Endoskopie-Abteilung.

1974 wurden die letzten Ordensschwestern durch ihr Mutterhaus abberufen. Bereits ab 1965 waren regelmäßig Schwesternhelferinnen am Krankenhaus ausgebildet worden. 1976 erhielt das Krankenhaus - wie alle kirchlichen Häuser in der DDR -die Erlaubnis, eine eigene, konfessionell ausgerichtete Schule zur Ausbildung von 75 Krankenschwestern einzurichten, deren Abschlüsse staatlich anerkannt wurden. Im gleichen Jahr wurde auch die Patientenbibliothek eingerichtet.

Die Wendezeit um 1989 war auch für das katholische Krankenhaus in Connewitz turbulent. Rund zehn Prozent der Mitarbeiter siedelten in dieser Zeit nach Westdeutschland über, Medikamente wurden beinahe über Nacht von neuen Herstellern geliefert. Der wirtschaftliche Betrieb musste auf westdeutsche Bilanzen und Finanzierungsgrundlagen umgestellt werden.

Dafür konnte schon ab 1990 in die bauliche Substanz (neue Fenster, neuer Außenputz, neues Dach und drei neue Aufzüge) und neue medizinische Geräte investiert werden. 1996 wurde der Grundstein für den Krankenhaus-Neubau gelegt. In dem neuen Komplex entstanden zunächst Ein-bis-Dreibett-Zimmer und eine neue Krankenhauskapelle. Als zweites Krankenhaus in Leipzig eröffnete das St. Elisabeth-Krankenhaus zudem im März 1999 eine Palliativstation, um schwerst- und unheilbar Kranken eine spezialisierte medizinische und pflegerische Versorgung bis hin zur Sterbebegleitung zukommen lassen zu können. Ab 2001 begann der zweite Bauabschnitt des Neubaus. Bis 2003 wurden neue Operationssäle, neue Kreißsäle und Funktionsräume fertig gestellt.

Im gleichen Jahr gründete sich neben den beiden bestehenden Abteilungen der Frauenheilkunde (Geburtshilfe und Gynäkologie) auch die neue Abteilung für Senologie. Zwei Jahre später wurden auch in der Inneren Abteilung auf Grund der weiter zunehmenden Spezialisierung zwei Chefarztbereiche geschaffen. Schwerpunkt der Inneren Abteilung I bilden Stoffwechselerkrankungen (vor allem Diabetes Typ I und II), Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen sowie Infektionen verschiedener Art. Die Innere Abteilung II hat sich auf die Gastroenterologie (Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes), die Diagnostik und nichtoperative Behandlung von Krebserkrankungen sowie die Palliativmedizin spezialisiert. 2006 wurde in der Chirurgie eine weitere spezialisierte Abteilung – der Fachbereich für Unfallchirurgie und Orthopädie - gegründet. Der veränderten Altersstruktur in der Bevölkerung trägt ab September 2012 die neue Abteilung für Akutgeriatrie und geriatrische Frührehabilitation Rechnung.

Nachdem Dieter Blaßkiewitz das Krankenhaus fast 30 Jahre lang erfolgreich geleitet hatte, fand nach dessen Pensionierung Anfang 2011 ein Wechsel in der Geschäftsführung statt. Unter der Ägide des neuen Geschäftsführers Albrecht Graf Adelmann konnten bereits mehrere Bauvorhaben erfolgreich abgeschlossen werden. Im Herbst 2011 wurde die betriebsnahe Kindertagesstätte eingeweiht. Mit der Einrichtung auf dem Klinikgelände wird den Mitarbeitern ein familienfreundliches Umfeld geboten. Ebenfalls in diesem Jahr konnte ein neues Konferenzzentrum mit bis zu 250 Plätzen in Betrieb genommen werden, das Live-Übertragungen aus mehreren Operationssälen des Krankenhauses ermöglicht. Die exzellente technische Ausstattung überspielt nicht nur großformatige Bilder in HD-Qualität in den Konferenzsaal, sondern ermöglicht auch Tonübertragungen in beide Richtungen, so dass Publikum und Operateure bei Fortbildungen und Workshops im Dialog bleiben können. Zudem ging mit der Erweiterten Ambulanten Physiotherapie (EAP) das erste Teilstück eines Ambulanten Reha-Zentrums am St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig an den Start, das künftig seinen Sitz in der ehemaligen Schomburgk-Villa, Prinz-Eugen-Str. 13 haben wird. Anfang 2013 eröffnete ein Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) auf dem Gelände des Krankenhauses in der Prinz-Eugen-Straße 19.

Sr. Edelberta Hoffmann

Säuglingszimmer

Internat der Schwesternschülerinnen

Gebäude der neuen Krankenpflegeschule

Eingang und Treppenturm des Neubaus

Der sanierte Altbau

moderner OP-Saal der Unfallchirurgie und Orthopädie

Patientenzimmer der Inneren Abteilungen im sanierten Altbau

Die Leiterin der Krankenpflege-
schule, Sr. Karin Krause und Geschäftsführer Albrecht Graf Adelmann weihen den neuen Konferenzsaal ein.

Bischof Joachim Reinelt bei der Einweihung der Kindertagesstätte „Elifant”.